Stephanie Grebe
Wie sie in vermeintlichen Problemen eine Chance sieht
🤔Um was geht's?
Stephanie ist 1987 ohne Hände und rechten Unterschenkel geboren. Ihre Eltern setzten sich für sie ein, dass sie mit ihrer Behinderung auf eine normale Schule gehen konnte. Immer wieder bekamen sie Gegenwind von den Kindergärten und den Schulen.
Nebenbei hat sie in ihrer Kindheit hobbymäßig Tischtennis gespielt, eigentlich wollte sie Karate machen, doch davon wurde ihr wegen ihrer Beinprothese abgeraten. Nachdem sie im Urlaub auf ihr Tischtennistalent angesprochen wurde, entschied sie sich in einem Verein anzumelden.
Anfangs nahm sie den Schläger zwischen ihre beiden Arme, aber so hatte sie nur eine kurze Reichweite. Also entschied sie sich, eine Prothese anfertigen zu lassen, damit sie das neu gewonnene Hobby etwas erfolgreicher ausüben konnte.
Nach ein paar Vereinswechseln ging es plötzlich steil bergauf mit ihrer Tischtenniskarriere. Sie sagt, sie spielt Tischtennis, weil es ihr unglaublich viel Spaß macht. Nicht für die Anerkennung, die sie dafür auch bekommt.
😳 Keine Hände und nur ein Bein?!
- oft starren Leute sie komisch an
- Manchmal wird und wurde sie von Leuten gar nicht angesprochen, weil die Leute sie komisch fanden oder nicht wussten, wie sie auf ihr Handicap reagieren sollten
- Manche Menschen mögen sie nicht; sie bekam auch blöde Kommentare von Klassenkamerade in der Schule zu hören
- In ihrem ersten Tischtennisverein durfte sie zwar mittrainieren, aber keine Punktspiele machen.
- Der 4. Platz bei den Parralympischen Spielen in London war eine große Enttäuschung für sie
💪Erfolg mit Handicap
Stephanie geht sehr offen und selbstbewusst mit ihrem Handicap um. Sie geht einfach von slebst auf die Menschen zu, und akzeptiert sich und ihren Körper so wie sie ist. Sie kann damit umgehen, dass manche Menschen sie nicht mögen, denn sie weiß, das ist bei jedem so.
Stephanie probiert einfach alles mal aus und testet, was sie kann und was sie nicht kann. Sie hat keine Angst davor, dass etwas schief geht, denn sie weiß, jeder fällt mal auf die Nase, bei jedem gibt es etwas, das er nicht kann.Und sie weiß, wenn sie etwas nicht kann, dann muss sie sich eben Hilfe holen. Jeder braucht mal Hilfe, das ist kein Problem.
Sie weiß, dass sie es vielleicht nicht zu den Olympischen Spielen geschafft hätte, hätte sie zwei vollständige Arme.
Stephanie hat viel geweint, nachdem sie den blöden 4. Platz in London erspielt hat. Aber für die nächste Olympiade konnte sie diese Enttäuschung als super Ausgangslage erkennen: Sie musste nichts verteidigen und konnte einfach ganz frei spielen.
Heute hat sie einen festen Job und wurde im Tischtennis Vizeweltmeisterin. Sie ist gespannt, was die nächsten Pralympics bringen werden.
🙌Was lässt sich nachmachen?
Stephanie lässt sich von ihrer Behinderung nicht einschränken. Sie blickt nicht auf die Nachteile die sie dadurch hat, sondern auf die Türen die ihr offenstehen. Da geht sie ganz selbstbewusst durch.
Wenn sie Rückschläge erlebt, wie die Enttäuschung bei den Paralympica in London, macht sie weiter, gibt nicht auf und freut sich beim nächsten Mal über die "Underdog-Rolle" die sie ganz frei und ohne Druck einnehmen kann. Sie sieht also an allem das Positive.
Erfahre mehr über Stephanies Leben unter:
https://www.starkefrauen.org/2020/02/15/stephanie-grebe-paralympische-sportlerin/
https://de.wikipedia.org/wiki/Stephanie_Grebe
Bilidquelle: https://www.starkefrauen.org/2020/02/15/stephanie-grebe-paralympische-sportlerin/
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