Klara und die Spuren ihre Kindheit

Weil ihre leibliche Mutter mit sich selbst überfordert war, kommt Karla mit 5 Jahren in eine Pflegefamilie. Doch auch dort ist sie nur eine Mitläuferin. Noch heute als junge Frau beeinflusst sie diese „Heimatlosigkeit“ auch heute noch. Wie kann man sich selbst erkennt und das Erlebte aus Kindheitstagen besser verarbeiten?
🤔 Um was geht's?
Klaras Kindheit war alles andere als glücklich und unbeschwert. Die ersten fünf Jahre ihres Lebens lebte sie noch bei ihrer leiblichen Mutter. Doch dies war mit sich und dem Leben überfordert: sie war alleinerziehend, arbeitslos und litt an Depressionen. Das Jugendamt gab Klara schlussendlich in eine Pflegefamilie. "An die ersten Jahre bei meiner Mutter habe ich überhaupt keine Erinnerungen mehr. Aber ich gehe davon aus, dass meine Mutter mich oft vernachlässigt hat. Leider werde ich das auch nicht mehr herausfinden, weil sie früh gestorben ist. [...] Bedingungslose Liebe und Zuwendung - das habe ich nie erfahren.", so erzählt Klara.
In der Pflegefamilie wurde Klara gut aufgenommen, doch auch hier blieb die Zuwendung aus. Der ältere Pflegebruder war mitten in der Pubertät und verlangte seinen Eltern einiges ab. Es gab Überlegung, ob Klara die Familie erlassen sollte.
Aber sie blieb. "Allerdings war ich die ganze Zeit über eher ein Mitläufer.", sagt Klara. Die Schule war den Pflegeeltern wichtig und auch sonst will sie ihnen keine Vorwürfe machen. Doch sie spürt deutlich, dass da ein Band zwischen ihr und den Eltern fehlte, es waren einfach nicht ihre richtigen Eltern. Auch beim Auszug und der Berufswahl halfen sie Klara. Doch Liebe, Nähe, Vertrauen - das empfindet sie nicht.
Seitdem Klara erkannt hat, dass es ihr alleine nicht gut geht und sie ihre Ängste und Schwierigkeiten nicht alleine stemmen kann, hat sie sich Hilfe bei einem Therapeuten geholt. Es tut ihr gut, sagt sie, sie arbeitet an sich und gibt nicht auf. Meistens klappt es gut, wenn sie sich vornimmt, nach vorne zu schauen. Doch es gibt auch Momente, in denen alles wieder hochkommt. Doch dann weiß Klara, sie ist nicht alleine!
😳 Schwere Kindheit
- Klara wuchs seit ihren 5. Lebensjahr in einer Pflegefamilie auf.
- Ihre Mutter ist gestorben.
- Ging dort neben den Pflegegeschwistern unter.
- sehnt sich nach bedingungsloser Liebe, Zugehörigkeit.
- Kann anderen Menschen nicht gut vertrauen.
- Konnte keine tiefen Beziehungen zu andern Menschen aufbauen.
🙌 Was lässt sich nachmachen?
- Hilfe holen wenn es nicht mehr geht! Wir müssen nicht mit unseren Problemen alleine bleiben.
- Es gibt keine perfekte Kindheit, niemand hat die! DU bist nicht allein ❤
- Schreibe Tagebuch, einfach mal alles los lassen und von der Seele schreiben kann gut tun! Dann kannst du leichter mit jemandem darüber sprechen.
- Gute Freunde und Menschen zum Reden sind sehr wichtig! Das kann auch deine Klassenlehrerin sein :)
Erfahre mehr über Kindheiten wie Klaras:
https://gedankenwelt.de/strategien-wie-man-eine-schwierige-kindheit-hinter-sich-laesst/
Quellen: Bild und Karla über ihre Schwierige Kindheit: „Mir fehlte immer der Halt im Leben“, online abrufbar unter https://www.idee-fuer-mich.de/leben/aus-dem-leben/karla-ueber-ihre-schwierige-kindheit-mir-fehlte-immer-der-halt-im-leben-5878, eingesehen am 19.11.2020
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